Farbton treffen: Farbcode, Messung, Musterblech
Jedes Fahrzeug trägt einen Farbcode, auf dem Typenschild oder im Serviceheft. Er ist der Ausgangspunkt, aber nicht das Ende: Derselbe Farbcode wird über die Bauzeit eines Modells in mehreren Varianten gemischt, und der Lack am Fahrzeug altert durch Sonne und Wäsche. Ein Silber von 2014 ist heute nicht mehr das Silber der Farbkarte. Deshalb messen wir den Farbton am Fahrzeug, neben der Schadenstelle, und mischen danach.
Vor der Lackierung entsteht ein Musterblech, das wir am Fahrzeug bei Tageslicht und unter Kunstlicht vergleichen. Bei Metallic- und Perleffektlacken ist der Blickwinkel entscheidend: Ein Farbton kann frontal passen und schräg abweichen. Passt das Muster, wird lackiert. Passt es nicht, wird nachgemischt. Das kostet eine halbe Stunde und erspart dir ein Teil, das in der Sonne eine andere Farbe hat als der Rest.
Beilackierung: warum das Nachbarteil mitlackiert wird
Selbst ein perfekt getroffener Farbton hat an einer harten Kante zwischen Alt- und Neulack einen sichtbaren Übergang, besonders bei hellen Metallicfarben. Deshalb wird bei einer Teillackierung das angrenzende Teil in den Übergang einbezogen: Der Lack wird zur Kante hin ausgeblendet, und der Klarlack läuft über die ganze Fläche. Bei einer neuen Tür heißt das meist, dass Kotflügel oder Seitenwand daneben angeschliffen und beilackiert werden.
Bei Versicherungsschäden ist die Beilackierung Teil des Gutachtens und wird vom Versicherer bezahlt, weil sie zum fachgerechten Ergebnis gehört. Zahlst du selbst, besprechen wir, ob sie nötig ist. Bei Unilacken wie Weiß oder Schwarz und bei Anbauteilen mit klarer Trennung, etwa einem schwarzen Stoßfänger neben einem weißen Kotflügel, lässt sie sich einsparen. Bei Metallic an durchlaufenden Flächen nicht.
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Steinschlag, Kratzer, ausgeblichener Klarlack: die kleinen Lackschäden
Auf den Landstraßen zwischen Leisnig, Döbeln und Grimma ist Steinschlag an Haube und Frontschürze der häufigste Lackschaden überhaupt. Einzelne Einschläge lassen sich ausbessern, eine Front voller Krater braucht eine Lackierung der ganzen Haube. Kratzer werden nach Tiefe beurteilt: Was nur im Klarlack liegt, lässt sich polieren. Was bis in den Basislack oder auf das Blech geht, wird lackiert, sonst rostet die Stelle.
Ausgeblichener oder abgeplatzter Klarlack auf Dach und Haube ist bei Fahrzeugen ab zehn Jahren üblich und rein optisch, bis der Basislack darunter angegriffen wird. Wir sagen dir bei der Besichtigung, ob sich die Lackierung mit Blick auf den Fahrzeugwert lohnt, oder ob du besser nur die Stellen behandeln lässt, die zum Rostproblem werden. Der Schadencheck dafür kostet nichts.
Kunststoff und Anbauteile: lackieren, was nicht aus Blech ist
Stoßfänger, Spiegelkappen, Türgriffe und Zierleisten bestehen aus Kunststoff und brauchen einen anderen Aufbau als Blech: Haftvermittler, flexibler Füller, dann Basis- und Klarlack. Ohne diesen Aufbau platzt der Lack beim ersten Parkrempler ab. Neue Stoßfänger kommen grundiert und werden vor dem Anbau lackiert, reparierte Stoßfänger nach dem Schweißen und Spachteln. Bei strukturierten, unlackierten Kunststoffteilen hilft keine Lackierung, sie werden aufgefrischt oder getauscht.
Nach der Lackierung baut die Karosserieabteilung die Teile an, stellt Spaltmaße ein und prüft, was im Teil sitzt: Sensoren, Nebelscheinwerfer, Kennzeichenleuchten. Ein lackierter Stoßfänger ist erst fertig, wenn der Parksensor darin wieder meldet. Du holst ein Fahrzeug ab, an dem man die Reparatur nicht sieht, und das ist der Maßstab, an dem wir uns messen lassen.
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Für Leisnig und alle Orte im Umkreis
Lackierung bieten wir für Fahrzeuge aus Leisnig und aus Döbeln, Hartha, Waldheim, Colditz, Grimma, Geringswalde, Mügeln, Rochlitz, Roßwein, Mittweida, Oschatz und Bad Lausick. Jeder Ort hat eine eigene Seite mit Anfahrt und Unfallprofil: