Delle, Beule, Knick: welche Verformung sich zurückformen lässt
Im Alltag heißt jede Vertiefung im Blech Delle oder Beule. Für die Reparatur zählt ihre Form. Eine runde, weiche Mulde entsteht, wenn das Blech eingedrückt, aber kaum gedehnt wurde, und solches Blech lässt sich zurückformen. Eine Delle mit Knick oder Falte hat das Material an der Stelle gestaucht und gestreckt. Dort bleibt nach dem Drücken Spannung im Blech, die sich als Welle zeigt oder den Lack reißen lässt.
Ebenso wichtig ist die Lage. In der Mitte von Tür, Kotflügel oder Haube ist das Blech erreichbar und nachgiebig. An Radläufen, Türkanten und Sicken liegt es doppelt oder ist verstärkt, von hinten kommt man schwer heran, und der Lack reißt schneller. Eine erste Einschätzung machst du selbst: Lass eine gerade Linie, etwa die Kante eines Garagendachs, im Lack über die Delle laufen. Biegt sie sich weich, stehen die Chancen gut. Knickt sie ab, eher nicht.
Von innen drücken oder von außen ziehen: zwei Techniken ohne Lack
Zum Drücken bauen wir aus, was hinter der Delle im Weg ist: Türverkleidung, Rückleuchte, Radhausschale oder den Dachhimmel. Dann wird das Blech mit langen Hebeln in vielen kleinen Druckpunkten zurückgeformt. Unter der Dellenleuchte sieht man bei jedem Schritt, wo die Fläche noch tief oder schon zu hoch ist. Hohe Stellen werden von außen mit einem Kunststoffkeil vorsichtig abgesenkt.
Ist hinter der Delle kein Durchkommen, an Holmen, Dachkanten oder doppelwandigen Stellen, wird gezogen. Auf die Delle kommen Klebepads mit Heißkleber, und ein Zugwerkzeug holt das Blech in kleinen Schritten heraus. Danach löst sich der Kleber mit etwas Alkohol ohne Rückstände. Das setzt einen fest haftenden Lack voraus. Auf einer nachlackierten Stelle kann der Kleber den Lack mit abreißen, deshalb prüfen wir vorher, ob das Teil schon einmal lackiert wurde.
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Stahl, Aluminium, Kunststoff: warum das Material den Aufwand ändert
An neueren Fahrzeugen sind Motorhaube, Heckklappe oder Kotflügel oft aus Aluminium. Aluminium verfestigt sich an der verformten Stelle stärker als Stahl und reißt eher. Deshalb wird es beim Zurückformen erwärmt und in kleineren Schritten bearbeitet, das braucht mehr Zeit, und nicht jede Delle, die in Stahl ginge, geht in Aluminium. Ob ein Teil aus Aluminium ist, zeigt ein Magnet: Er hält dort nicht.
Dellen im Stoßfänger sind ein eigener Fall, weil die Verkleidung aus Kunststoff ist. Sie wird erwärmt, bis sie nachgibt, und dann von hinten in Form gedrückt; oft springt sie schon beim Erwärmen fast von selbst zurück. Ist der Kunststoff an der Delle weiß angelaufen oder eingerissen, hilft Wärme nicht mehr. Dann wird geschweißt und lackiert oder das Teil ersetzt, und was dahinter beschädigt sein kann, steht auf der Seite zur Stoßstange.
Saugheber, Föhn, Kältespray: was die Tricks aus dem Netz anrichten
Saugheber und Ausbeulsets mit Klebepads gibt es für wenig Geld. Bei einer großen, flachen Delle mitten in der Tür kann ein Saugheber helfen. Bei kleinen Dellen zieht er zu viel Kraft auf einen Punkt, und aus der Mulde wird eine Beule nach außen, die schwerer zurückzuformen ist als die ursprüngliche Delle.
Beim Trick mit Föhn und Kältespray soll der Temperaturschock das Blech zurückspringen lassen. An Stahlblech bewirkt das kaum etwas, kann aber den Klarlack reißen lassen, und an einem Kunststoffstoßfänger wirft der Lack bei zu viel Hitze Blasen. Eine Delle mit heilem Lack wird mit der Zeit nicht schlimmer. Du verlierst also nichts, wenn du bis zur Besichtigung die Finger davon lässt.
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Dellen entfernen wir an Fahrzeugen aus Leisnig und aus Döbeln, Hartha, Waldheim, Colditz, Grimma, Geringswalde, Mügeln, Rochlitz, Roßwein, Mittweida, Oschatz und Bad Lausick. Jeder Ort hat eine eigene Seite mit Anfahrt und Unfallprofil: